29.03.2026
Aktualisiert 27.07.2026
Best Practice
Input Validation & Prompt Injection Defense für KI-Agenten
Externe Inhalte bleiben Daten: Quellen kennzeichnen, Kontext trennen und riskante Tool-Aktionen unabhängig vom Modell prüfen.
Worum es geht
Externe Inhalte dürfen Fakten liefern, aber weder Auftrag noch Rechte eines Agenten verändern. Das gilt für Nutzereingaben, Webseiten, E-Mails, Dateien, RAG-Treffer, Tool-Ausgaben und Memory.
Der Kontrollpfad
Quelle erfassen
Herkunft und Vertrauensstufe speichern
Inhalt prüfen
Format normalisieren, Risiken markieren
Kontext begrenzen
Nur benötigte Daten weitergeben
Aktion prüfen
Tool, Ziel und Parameter autorisieren
Mögliche Folgen
Markierter Kontext
Quarantäne
Begrenzte Aktion
Ein Filter allein reicht nicht. Auch unauffälliger Fremdinhalt bleibt nicht vertrauenswürdig.
Die drei wichtigsten Maßnahmen
Quelle, Mandant und Vertrauensstufe am Inhalt behalten. Fremddaten nie als Systemanweisung einfügen.
Markup entfernen und nur benötigte Fakten oder erlaubte Felder weitergeben.
Tool, Ziel, Parameter und Datenumfang außerhalb des Modells prüfen.
Eine Injection kann das Modell beeinflussen. Sie darf keine neuen Rechte oder ungeprüften Aktionen erzeugen.
Drei Umsetzungsmuster
Dokumente vor dem Kontext reduzieren
RAGNur relevante Passagen gelangen mit Quellenangabe in den Agentenkontext.
Verdächtige Inhalte isolieren
Browser & E-MailZielwechsel und Exfiltrationsanweisungen gehen in Quarantäne.
Ausgaben auf Felder begrenzen
Tools & MCPDer nächste Schritt erhält strukturierte Werte statt roher Antworten.
Minimalstandard und Tests
Kein Filter erkennt jede Prompt Injection. Deshalb bleiben Rechte, Tool-Grenzen und Freigaben unabhängig von der Inhaltsprüfung.
Minimalstandard
- Alle prompt-wirksamen Eingänge sind inventarisiert.
- Quelle und Vertrauensstufe bleiben am Inhalt erhalten.
- Fremdinhalte landen nicht in privilegierten Kontexten.
- Riskante Quellen haben einen Quarantäne- oder Freigabepfad.
- Tool, Ziel und Parameter werden serverseitig geprüft.
- Logs verbinden Quelle, Kontext und ausgeführte Aktion.
Testfälle müssen mindestens abdecken:
- direkte Injection in Nutzereingaben
- indirekte Injection in Web, E-Mail, PDF, RAG und Tool-Ausgaben
- Umgehung über Kodierung, Unicode und verstecktes Markup
- Versuche, Datenzugriff, Memory oder Tool-Umfang zu erweitern
Quellen
Vorherige Best Practice
Human-in-the-Loop Controls für KI-Agenten
Nächste Best Practice
Killswitch für KI-Agenten