31.03.2026
Aktualisiert 27.07.2026
Best Practice
Secrets Management für KI-Agenten
API-Keys, Tokens und Maschinenidentitäten kurzlebig, zweckgebunden und außerhalb des Modellkontexts verwalten.
Worum es geht
Agenten benötigen Zugang zu APIs, Datenbanken und Tools, dürfen Zugangsdaten aber weder sehen noch weiterreichen. Secrets Management stellt Identitäten und Berechtigungen erst zur Laufzeit, für einen engen Zweck und möglichst kurzlebig bereit.
Der Kontrollpfad
Workload identifizieren
Agent und Auftrag eindeutig binden
Policy prüfen
Ziel, Scope und Kontext autorisieren
Credential ausstellen
Kurzlebig und zweckgebunden
Nutzung protokollieren
Zugriff und Widerruf korrelieren
Mögliche Folgen
Minimaler Scope
Kurze Laufzeit
Widerrufbar
Die drei wichtigsten Maßnahmen
Keine Keys in Prompts, Memory, Tool-Ausgaben, Logs oder Repositories ablegen.
Workload Identity, Token Exchange und kurzlebige Credentials statt gemeinsamer langlebiger Schlüssel verwenden.
Credential an Agent, Tool, Ziel, Mandant, Scope und Laufzeit binden; Rotation und Widerruf automatisieren.
Ein kompromittierter Prompt erhält weder das Secret selbst noch einen unbegrenzten Zugriffspfad.
Drei Umsetzungsmuster
Token Broker vor das Tool setzen
SaaSDer Broker prüft Scope und Ziel und nutzt das Credential ohne Offenlegung an das Modell.
Workload Identity verwenden
CloudKurzlebige Identitäten ersetzen statische Cloud-Keys in Umgebungsvariablen.
Widerruf vorbereiten
IncidentBetroffene Credentials lassen sich zielgerichtet sperren und ohne langen Ausfall ersetzen.
Minimalstandard und Tests
Minimalstandard
- Secrets erscheinen nicht in Prompts, Memory, Antworten oder Standardlogs.
- Produktive Agenten nutzen eigene Maschinenidentitäten statt Shared Credentials.
- Credentials sind kurzlebig, minimal berechtigt und an einen Zweck gebunden.
- Secret Stores und Broker erzwingen Zugriff serverseitig.
- Rotation, Revocation und Break-Glass-Verfahren sind dokumentiert.
- Secret-Nutzung ist ohne Secret-Wert auditierbar.
Tests müssen Leaks über Prompt, Fehler, Trace und Tool-Ausgabe, Scope-Eskalation, Cross-Tenant-Nutzung, abgelaufene Tokens sowie Rotation und Notfallwiderruf abdecken.
Quellen
Vorherige Best Practice
Prompt Validation für KI-Agenten
Nächste Best Practice
Security Quality Assurance und Testing für KI-Agenten